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Kyokyu Dojo Rudolstadt e.V.
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Trainingslager Nico Ibscher 19. März 2016

Meine Neugierde an das Training wurde schon geweckt, als ich mir zwei der mit Sand gefüllten Basketbälle schnappte und sie in die Halle trug. Sie waren verdammt schwer - zu schwer würde ich für meine Verhältnisse sagen - aber ich wusste ja noch nicht, was wir mit denen anstellten.

Dass wir im ersten Teil des Trainings diese Bälle zum Balancetraining nutzten, erleichterte mich dann etwas. Die Übungen waren trotzdem nicht leicht. Drauf springen, stehen bleiben, runter springen, dann mit Kniebeuge, dann mit einem Bein, dann mit einbeiniger Kniebeuge, drauf setzen, ohne den Boden zu berühren und, und, und. Es folgten diverse Dehnübungen, die teilweise auch mit Kraft und Geschick verbunden waren, dann konnte das eigentliche Training los gehen.

Das Hauptthema war Kumite. Zwar noch nicht Freikampf, aber auch nicht mehr „Kihon-Kumite“, also komplett vorgegebene Techniken. Nico hat versucht, uns auf verschiedenen Ebenen das Beobachten und Reagieren zu zeigen. Die meiste Zeit beschränkten sich die Techniken auf gerade Faustschläge, zwischendurch haben wir aber auch Tritte geübt, dann sind wir wieder auf Faustschläge übergegangen. Die Angriffe waren meist in den Kategorien festgelegt, das Hauptaugenmerk lag aber auch nicht auf der Form oder der Komplexität der Techniken, sondern auf physischem und psychischem Stress, der Angst, den Gegner anzugreifen, der Angst, getroffen zu werden, Kontrolle (Emotionen und Techniken) und Vertrauen. Es ist also ein sehr heikles Thema, was meiner Meinung nach in der Dojoarbeit etwas zu kurz kommt.

Zum Abschluss haben wir noch einmal Muskelarbeit gemacht, bei deinen wir beispielsweise die Basketbälle mit ausgestreckten Armen halten sollten, während der Partner darauf einschlug. Für mich war der Ball viel zu schwer, aber ich glaube, ich war nicht die einzige, der es so erging. Die Bälle waren tatsächlich sehr, sehr schwer… Nachdem wir sie dann noch mit unserer Hüfte nach vorne bringen sollten, brachten wir den Kreislauf noch mal richtig in Schwung mit Burpees und Hüpfen auf einer Bank.

Es war ein sehr anstrengendes Training, das auch mal die andere Seite von Karate anzeigte, nicht nur Form und Technik, sondern auch Kampf und Emotion. Ich persönlich habe mich völlig überfordert gefühlt, aber natürlich war das Training auf die Masse der Schwarzgurte aus Dresden, Berlin, Dippolsdiswalde, Weimar, Saalfeld und Rudolstadt abgestimmt, die die Hälfte der Anwesenden ausmachte. Abgesehen von den Braungurten gab es noch zwei Blau- und zwei Gelbgurte, denen ich hohen Respekt zolle, dieses Training mitgemacht zu haben.

Nun weiß man wieder, was man noch trainieren kann! :D

Liebe Grüße,
Maike Brümmer
(Akari Dojo Weimar)


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